Kurzinfo zum Projekt

Das besetzte Haus in Erfurt ist ein Projekt welches sich auf dem Gelände der ehemaligen Firma Topf & Söhne befindet. Diese produzierte während der Zeit des Nationalsozialismus die Öfen für die Krematorien von Konzentrations – und Vernichtungslagern wie Buchenwald und Auschwitz. Außerdem wurden auch Be – und Entlüftungsanlagen für die Gaskammern hergestellt.

Am 12.4.2001 wurde ein Teil des Firmengeländes besetzt und wird seitdem für verschiedene Projekte genutzt. Dabei stellt die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Geländes und deren Bekanntmachung eine Konstante in der Geschichte des Projekts dar. Bestandteil dessen sind Veranstaltungen, der Rundgang übers Gelände, Infostände und Vorträge bzw. Workshops zur Geschichte der Firma Topf & Söhne. Doch auch andere Themen, wie aktuelles antifaschistisches Engagement, Aktionen oder Vorträge zur Kritik an Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Kapitalismus sind Anspruch und Realität des Projektes. Wir beteiligen uns an der Behinderung von Naziaufmärschen ebenso wie bspw. an der Aktion gegen die rassistische zur Schau Stellung von afrikanischen Menschen in einer Tierausstellung der ega oder an einer Gegeninitiative zu der nationalistischen “Du bist Deutschland” Kampagne.

Konzerte, Partys und andere kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel Filmabende mit “Essen für alle” spielen in unserem Projekt ebenso eine wichtige Rolle und sind nicht wegzudenken. Neben der Möglichkeit für Soliveranstaltungen für politische Projekte und Kampagnen bieten die kulturellen Veranstaltungen Platz für Austausch und ein für alle erschwingliches sinnliches kulturelles Erleben, das heutzutage in unserer Gesellschaft meist nur für viel Geld zu haben ist. Dabei soll niemensch aufgrund seines knappen Geldbeutels oder anderer gesellschaftlicher Diskriminierungen ausgeschlossen werden. Auch Bandproberäume, ein Büro, Wohnräume, künstlerische Aktivitäten und ein Lesecafe sind Teil des Projektes, dass Wert auf Selbstverwaltung legt. Wir wollen uns unsere Räumlichkeiten, inhaltliche Ausrichtung und die Art des sozialen Zusammenlebens – und treffens nicht vorschreiben lassen, sondern nach unseren Bedürfnissen und denen unserer Mitmenschen selbst gestalten.

>> www.topf.squat.net